
Die zwei Temperaturfühler eines Wärmezählers messen die Temperaturdifferenz zwischen Heizungsvorlauf und -rücklauf. Da Wärmezähler gemäß den Einbauvorschriften der Hersteller in den Rücklauf des Heizkreises montiert werden müssen, ist der Rücklauftemperaturfühler meist bereits ab Werk in das Wärmezähler-Gehäuse eingeschraubt und verplombt. Vor Ort muss dann noch der Vorlauftemperaturfühler in die Tauchhülse bzw. in den Kugelhahn für direkt messende Fühler in der Vorlaufleitung eingeschraubt und verplombt werden. Um Verwechslungen zu vermeiden, sind Temperaturfühler immer mit einer blauen (Rücklauf) bzw. roten (Vorlauf) Markierung versehen.
Wenn Temperaturfühler falsch herum montiert werden, führt dies in der Messung zu einer negativen Temperaturdifferenz. Solange ein Wärmezähler negative Temperaturdifferenzen feststellt, bleibt der Zähler auf dem bis dahin gemessenen (kumulierten) Wert stehen und zählt nicht weiter. Ein Abzug der bislang gemessenen Werte findet nicht statt.
Sollte ein Wärmezähler fälschlicher Weise oder etwa aus Platzgründen dennoch im Vorlauf des Heizkreises montiert werden, liefern die Hersteller hierfür speziell programmierte Wärmezähler zum Einbau in den Vorlauf.
Wenn jedoch in den Vorlauf ein für den Rücklauf programmierter Wärmezähler montiert wird, müssen die beiden Temperaturfühler vertauscht werden, um eine positive Temperaturdifferenz messen zu können. Beachten Sie jedoch, dass diese Lösung nicht dem Eichgesetz entspricht.
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